2025: 35 Jahre Lebenshilfe Weimar

 

 

Zum 35. Geburtstag unseres Ortsvereins gab es eine Geburtstagstorte, überreicht von der Geschäftsführerin des Lebenshilfe-Landesverbandes Frau Katja Heinrich


Ministerpräsident Mario Voigt überreichte Jürgen Borchert am 29. August 2025 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

FOTO (TSK/ Christian Fischer)

 

 

Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gratulieren wir unserem Mitglied Herrn Jürgen Borchert von Herzen.

 

Seine jahrzehntelange Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung und deren Familien hat endlich die wohlverdiente Anerkennung gefunden.

 

Wir bedanken uns bei ihm für seinen unermüdlichen Einsatz als langjähriger Vereinsvorsitzender, in verschiedenen Ämtern auf regionaler, landes- und bundesweiter Ebene und in verschiedenen Erinnerungsprojekten zu den Schicksalen der Menschen mit geistiger Behinderung.

 

Auszug aus der Laudation:

 „Wenn man über jahrzehntelanges Engagement für Menschen mit geistiger Behinderung in Thüringen spricht, fällt unweigerlich der Name Jürgen Borchert. Seit mehr als 30 Jahren prägt er mit unermüdlicher Tatkraft die Lebenshilfe in Weimar und weit darüber hinaus – als langjähriger Vorsitzender der Ortsvereinigung, als Mitglied im Aufsichtsrat des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda, als Stimme im Landes- und Bundeselternrat. Was ihn auszeichnet, ist nicht nur die Zeit, die er investiert, sondern die Tiefe seiner Arbeit. Er hat Eltern beraten, Veranstaltungen organisiert, Netzwerke aufgebaut und Generationen von Familien begleitet. In Sitzungen und Gesprächen – ob auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene – hat er die Interessen von Menschen mit Behinderung klar und fundiert vertreten. Seine Erfahrung aus dem eigenen Familienleben gab seinen Worten besondere Glaubwürdigkeit. […]“

 


2023: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag in Meiningen Claudia Geiken aus Weimar mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

 

Die Mutter einer schwerst behinderten Tochter wurde für ihr Engagement zugunsten von Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörigen ausgezeichnet.

 

Claudia Geiken leitet den Weimarer Ortsverein des Elternvereins der Lebenshilfe und gehört unter anderem dem Landesverband sowie dem Weimarer Behindertenbeirat, dem Verband kinderreicher Familien und dem Service-Club Inner Wheel an. Zudem engagiert sie sich stark im Bürgerrat für die nördliche Innenstadt in Weimar.


v.l.n.r.: Katja Heinrich (Landesverband Lebenshilfe Thüringen e.V.), Jürgen Borchert, Peer Lück ( Paritätischer LV Thüringen)

 

Wir gratulieren unserem langjährigen Vorsitzenden und nun stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Borchert zum verdienten Ehrenamtspreis des Paritätischen Landesverbandes. Für sein unermüdlichen Tun und Wirken für die Menschen mit geistiger Behinderung und deren Familien sagen wir von Herzen Dankeschön.

 

Zitat Katja Heinrich aus der Laudatio:

 

"... Wir alle tragen Verantwortung für unser Land, Sie, lieber Herr Borchert, nehmen diese Verantwortung in die Hand und packen an, wo Hilfe, Unterstützung, Begleitung gebraucht wird. Sie schauen hin, sprechen schwierige Situationen an, suchen und streiten für Lösungen und sind da, wo Sie gebraucht werden. Dafür ein herzliches Dankeschön! Danke für Ihren Mut, für Ihre Zeit, für Ihre Geduld, Ihren Optimismus und Ihre Selbstlosigkeit. Herzlichen Glückwunsch zum Paritätischen Ehrenamtspreis.”

          25 Jahre Lebenshilfe


Unser Ortsverein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Weimar besteht in diesem Jahr 25 Jahre. Das sind 25 Jahre ehrenamtlicher Einsatz für Menschen, denen es oft nicht möglich ist, ihre eigenen Interessen selbst zu vertreten und für deren Angehörige.

 

Vor 25 Jahren war es für Eltern von „Kindern“, die meist schon den Kinderschuhen entwachsen waren, zusätzlich zu der Neuorientierung in allen anderen Dingen des  Lebens die Sorge, wie geht es weiter mit unseren Kindern. 

 

Sie gingen in die „Geschützte Werkstatt“ in der Belvederer Alllee 19, wohnten zu Hause oder in dem Wohnheim in der   Paul-Schneider-Str.44. Die Einrichtungen waren damals in der Trägerschaft des Rates der Stadt Weimar, Abt. Gesundheitswesen. Von dort kam die Mitteilung, dass diese Einrichtungen nun an freie Träger übergeben werden sollten.

 

Zusätzlich wurde klar, dass für diese Menschen eine Interessenvertretung geschaffen werden muss.

 

Da kam ein betroffener Vater, der seinen Bruder in Hamburg besucht hatte, mit der Information, dass es dort im hohen Norden die „Lebenshilfe“ gibt, eine Selbsthilfeorganisation von Eltern.

 

Schon bald wurde der Entschluss bei einer Versammlung gefasst, dass wir als Eltern auch eine „Lebenshilfe“ gründen und die Entwicklung in die eigenen Hände nehmen wollen.

 

Glücklicher Umstand war, dass wir durch Vermittlung der damaligen Kreisverwaltung Weimar-Land Kontakt zum Lebenshilfe-Werk Waldeck/Frankenberg bekamen. Durch diese Zusammenarbeit gelang es uns Strukturen aufzubauen, die es gewährleisteten, dass eine gute Arbeit für unsere Angehörigen möglich wurde. Diese Zusammenarbeit währt nun schon seit 25 Jahren. Das Lebenshile-Werk Weimar-Apolda e.V. wurde gegründet und vieles, von Frühförderung, Kindergärten, Schule, bis hin zu Wohnheimen und Werkstätten, wurde geschaffen.

 

Aber ohne die Eltern, Angehörigen und zahlreiche Unterstützer wäre so eine Entwicklung in 25 Jahren nicht möglich gewesen. So hat unser Ortsverein mehrere langjährige und verdiente Mitglieder anlässlich unserer Weihnachtfeier im Azurit und dem 25jährigen Jubiläum mit der Ehrennadel der Lebenshilfe Weimar ausgezeichnet:

 

Frau Brunhilde Eberhardt,  Frau Professor Dr. Ursula Freundt,  Herr Dr. Volker Hamel, Frau Luise Hey,  Frau Christine Kurze,  Frau Helga Lanz,  Herr Dr. Mattausch, Frau Dorothea Monhaupt,  Frau Petra Rosette,  Frau Ursula Schmidt,  Herr Volker Willing, Herr Bernd Zangemeister und  Herr Klaus Ziemann.

 

Im Vorfeld wurde Frau Beate Paulin mit der silbernen Ehrennadel des Lebenshilfe-Landesverbandes Thüringen geehrt.

 

Vielen Dank an die Geehrten, durch  deren Hilfe sich die Lebenshilfe in Weimar so erfolgreich entwickeln konnte.

 

Jürgen Borchert

Anno 2015